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für Patienten und Angehörige

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So finden Sie uns: Hüttenhospital gGmbH, Am Marksbach 28, 44269 Dortmund

Wie können wir Ihnen helfen?

Ihr Schnellkontakt

Hüttenhospital gGmbH
Geriatrische Tagesklinik

Am Marksbach 28
44269 Dortmund

Sekretariat: 0231 / 4619 - 130

Ärztlicher Direktor: Dr. Martin Jäger

Ärztlicher Direktor:
Dr. Martin Jäger

Ihre Ansprechpartnerin

Sandra Schulze

Sandra Hinse

Tel.: 0231 / 4619 - 118
Fax: 0231 / 4619 - 603
E-Mail: Sandra.hinse@huettenhospital.de

Ihr Ansprechpartner

Ihr Ansprechpartner

Mike Schmedemann - Beschwerdemanager

Mike Schmedemann

Beschwerdemanager

Tel.: 0231 / 4619 - 127
Fax: 0231 / 4619 - 288
E-Mail: mike.schmedemann@huettenhospital.de

Innere Medizin

Unser ganzheitliches Konzept sorgt dafür, dass wir Sie nicht nur rund um die Uhr, sondern auch rundum im Blick haben.

In der Abteilung für Innere Medizin (48 Betten) führen wir unter anderem folgende Untersuchungen durch:

  • konventionelle Röntgenuntersuchungen in digitaler Technik, Phlebographien, Kontrastmitteldarstellung von Magen, Darm und Harnwegen,
  • Videofluoroskopie (Darstellung des Schluckaktes unter Röntgenaufzeichnung),
  • FEES (Fiberendoskopische Untersuchung des Schluckvorgangs),
  • Endoskopien von Atemwegen, oberem und unterem Verdauungstrakt einschließlich verschiedener Verfahren zur Blutstillung, Fremdkörperentfernung und Polypektomie,
  • Ultraschalldiagnostik an Herz (transthorakal und transösophageal) und Blutgefäßen (auch transkraniell), Bauch-, Becken- und Halsorganen,
  • Lungenfunktion, Langzeit-Blutdruck-Monitoring, Langzeit-EKG, Laufband- und Fahrradergometrie.

Unser Ärzteteam

Im Rahmen eines Kooperationsnetzwerks sind rasch und nahegelegen verfügbar:

  • Computer- und Kernspintomographie
  • diagnostische Nuklearmedizin
  • Arteriographien, Linksherzkatheter
  • diagnostische und therapeutische Konsile aller anderen ärztlichen Fachrichtungen

Dysphagie und Mangelernährung

Tablett mit Mahlzeit

Unser Ärztlicher Direktor, Herr Dr. Martin Jäger, verfügt über eine langjährige Expertise im Themenfeld der Dysphagie (Schluckstörung) sowie der Mangelernährung.

Die Körperfunktion Schlucken ist Voraussetzung für Essen und Trinken (Aktivitäten und Teilhabe) und sichert existentielle menschliche Bedürfnisse in Bezug auf Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, Genuss, Lebensfreude und Lebensqualität. Die Oropharyngeale Dysphagie (OD) ist als Beeinträchtigung der Schluckfunktion mit Risiken für Atemwege sowie der Nahrungsaufnahme definiert. Das bedeutet, die betroffene Person hat Probleme, Speisen und Flüssigkeiten sicher und in angemessener Zeit vom Mund in den Magen zu befördern.

Funktionell können z.B. Kraft- und Bewegungseinschränkungen der Kau und Schluckmuskulatur, Sensibilitätsstörungen der am Schluckvorgang beteiligten Organe (Lippen, Zunge, Kiefer, Gaumen-segel, Rachen-und Kehlkopfmuskeln) oder mangelnde Koordination der Schluckbewegung und Herabsetzung des Hustenreflexes vorliegen. Bei älteren Menschen kann eine Dysphagie aber auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden, wie z.B. Veränderung im Bereich von Mundhöhle und Zähnen wie lockere oder fehlende Zähne, schlecht angepasste Gebisse, unzureichende Speichelproduktion oder Verletzungen des Zahnfleisches.

Als Grundursachen kommen zahlreiche Krankheitsbilder insbesondere Schlaganfall, Parkinson Syndrom, demenzielle Erkrankungen, Muskel und Stoffwechselerkrankungen, Zustände nach Operationen oder Bestrahlungen im Mund- und Halsbereich aber auch medikamentöse Nebenwirkungen in Betracht.

Komplikationen bestehender Schluckstörungen sind häufig ein Austrocknen des Körpers sowie Mangel- und Unterernährung. Mangelernährung und Austrocknung sind wiederum selbst mit Komplikationen und erhöhter Sterblichkeit verbunden.

Die betroffenen Personen können das Essen und Trinken als sehr anstrengend empfinden und der Schluckvorgang kann mühsam und langwierig sein. Essen und Trinken wird dann eingeschränkt oder sogar ganz vermieden. Als Ergebnis dieser Vermeidungshaltung verschlechtert sich die Schluckstörung weiter, Muskel- und Substanzverlust können folgen, das Immunsystem wird geschwächt, die Wundheilung verschlechtert sich und das Dekubitusrisiko erhöht sich.

Bei einer bestehenden Dysphagie kann die Schlucksicherheit beeinträchtigt sein. Dann können Nahrung oder Flüssigkeiten in die Atemwege eindringen. Gelangen Nahrung oder Flüssigkeit in die tieferen Atemwege (Aspiration) drohen Atemwegsinfekte, Bronchitiden, Lungenentzündungen (Aspirationspneumonien) mit deutlich erhöhter Sterblichkeit, verursacht durch Einatmung von Fremdmaterial und Bakterien) oder auch der Tod durch Ersticken an z. B. Speisebrocken (Bolustod).

Auch die psychischen Belastungen sind zu betonen. Angst, Sorge und Depression treten bei schluckgestörten Patienten zu 30 und 40 Prozent auf, Angst oder panische Angst beim Essen zu 40 Prozent, Vermeidung von Essen in der Gesellschaft – weil es einem peinlich ist – zu 36 Prozent.

Mögliche Anzeichen einer Schluckstörung sind beispielsweise das häufige Auftreten von Husten und Räuspern in Zusammenhang mit Essen und Trinken, eine unbeabsichtigte Gewichtsabnahme oder eine Änderungen des Essverhaltens. So werden zum Beispiel bestimmte Lebensmittel (z. B. Hartes, Zähes, Bröseliges) nicht mehr gegessen, die vormals verzehrt wurden oder das Trinken von Flüssigkeiten wird eingeschränkt. Leitsymptome der Dysphagie sind beispielsweise eine belegte Stimme und Husten oder Räuspern bei den Mahlzeiten.

Die angemessene Ernährung ist daher bei Patienten mit einer Schluckstörung von entscheidender Bedeutung. Dies dient einerseits Genuss und Lebensfreude beim Essen und damit auch dem Schutz vor z.B. Austrocknung und Mangelernährung, andererseits dem Schutz der Atemwege vor dem ungewollten Eindringen von Flüssigkeiten und Nahrungsmitteln.

Im Hüttenhospital sind wir darauf bedacht, im interdisziplinären Team und gemeinsam mit unserer hauseigenen Küche Schluckfähigkeiten, Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme durch gezieltes Training zu verbessern und die richtige Koststufe für die einzelnen Patienten bereitzustellen.

In Bezug auf das Krankheitsbild der Dysphagie werden 4 Koststufen unterschieden:

  • Dysphagie 1: feinst pürierte Kost ohne Stücke, Kerne und Kräuter.
  • Dysphagie 2: feinst pürierte Kost wie bei Dysphagie 1, aber alles sollte so angedickt sein, dass es mit einer Gabel essbar ist.
  • Dysphagie 3: sehr weiche Kost, teilweise püriert. Das Essen sollte immer so weich sein, dass es ohne Zähne und nur mit der Zunge am Gaumen zerdrückt werden kann.
  • Dysphagie 4: Weiche Kost, leicht mit einer Gabel zu zerdrücken. Es sollte noch keine Mischkonsistenz gegessen werden.

Hilfreiche Tipps und Informationen für Patienten mit Dysphagie

Unsere Mitarbeiterinnen Frau Dr. Rittig und Frau Herrenbrück haben zum Thema Dysphagie (Schluckstörung) hilfreiche Informationen und Ernährungstipps zusammengestellt, die Sie hier herunterladen können.