Hygiene im Hüttenhospital

Die Hygieneverantwortlichen im Hüttenhospital haben das Ziel, zur Sicherheit der Patienten die Infektionsprävention ständig zu verbessern. Einer der vielen Bausteine hierfür ist das Erlangen des „MRE Qualitätssiegels MRSA“. Dieses wurde dem Hüttenhospital am 06. Juni 2013 vom Gesundheitsamt Dortmund überreicht.

Maßgebliche Arbeitsgrundlage der Krankenhaushygiene sind folgende Gesetze: 

  • Das Infektionsschutzgesetz
  • Die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO), veröffentlicht vom Robert- Koch- Institut (RKI)
  • Die Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO) NRW
  • Weitere Gesetze und Verordnungen

Alle die Krankenhaushygiene betreffenden Entscheidungsvorlagen werden von der Hygienefachkraft und der Hygienebeauftragten Ärztin erarbeitet, um der Hygienekommission vorgelegt zu werden. Diese besteht aus dem Geschäftsführer, der Ärztlichen Leitung, dem Pflegedirektor, dem Kaufmännischen Direktor, dem externen Krankenhaushygieniker, der Hygienebeauftragten Ärztin und der Hygienefachkraft.

 

Folgende Aufgaben werden u. a. von der Krankenhaushygiene übernommen:

  • Erstellung von Hygieneplänen, Desinfektionsplänen, Merkblättern und Verfahrensanweisungen für die unterschiedlichen Bereiche, sowie Erstellung von Informationsblättern bzw. Broschüren für Patienten, Angehörige und Besucher
  • Schulung und Anleitung von Mitarbeiter der unterschiedlichen Berufsgruppen
  • Beratung aller Bereiche bei aktuellen Fragen und Problemen
  • Begehungen von Stationen und Funktionsbereichen
  • Überprüfung von Arbeitsprozessen
  • Ermittlung von nosokomialen Infektionen (Infektionen die im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt stehen)
  • Erstellung von Infektionsstatistiken
  • Zusammenarbeit mit den verschiedenen öffentlichen Stellen des Gesundheitswesens, z. B. Gesundheitsamt
  • Mitarbeit in unterschiedlichen Arbeitsgruppen
  • Beratung bei Umbau- und Neubaumaßnahmen
  • Hygienische Überwachungsuntersuchungen zur Qualitätssicherung (z. B. Umgebungsuntersuchungen mittels Abdruckplatten, Aufbereitung von Endoskopen, Überprüfung der Wasserqualität) 

 

 

Screening im Hüttenhospital

Im Hüttenhospital sind seit 2010 vollständige Anfangsuntersuchungen aller Patienten eingeführt.

Seit dem Sommer 2010 wird bei jedem Patienten, der zur Aufnahme in das Hüttenhospital kommt, ein Nasenabstrich auf MRSA (Methicillin Resistenter Staphylococcus Aureus) abgenommen und bei chronischen Wunden (falls vorhanden). Im Herbst 2012 wurde das Abnahmespektrum der Nasenabstriche zusätzlich auf den Rachen erweitert.

Diese Vorgehensweise hat sich im Hüttenhospital bewährt, da die Besiedlung mit diesen resistenten Bakterien frühzeitig aufgedeckt und dementsprechend die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Schutzmaßnahmen dienen dem betroffenen Patienten: Es wird eine sogenannte „Sanierung“ durchgeführt, d. h. durch den Einsatz bestimmter Mittel (z. B. antibiotikumhaltige Nasensalbe, antiseptische Mundspülung und antiseptische Waschlotion) wird versucht, den Besiedlungs- Ort von dem Bakterium zu befreien.

Claudia Bowhay - Hygienefachkraft
Claudia Bowhay - Hygienefachkraft
Angelika Feger - Hygienebeauftragte Ärztin
Angelika Feger - Hygienebeauftragte Ärztin
MRE Siegel