Startseite

Farbkontrast:
Schriftgröße:



Am Marksbach 28
44269 Dortmund
Tel: 0231 4619-0
Fax:0231 4619-123

So finden Sie uns

Modernes EDV-gestüztes Pflegemanagement im Hüttenhospital

Pflegeprozesse digital planen und dokumentieren

Das Hüttenhospital in Dortmund-Hörde ist ein Eigenbetrieb der Betriebskrankenkasse Hoesch und wurde bereits am 14. Januar 1858 eingeweiht. Das Akutkrankenhaus mit 144 Betten hält eine Fachabteilung für Innere Medizin, Geriatrie und eine geriatrische Tagesklinik (20 Plätzen) vor. Die Einrichtung versorgt jährlich ca. 3.400 stationäre Patienten

„Unsere überwiegend sehr betagten Patienten sind meist multimorbid. Daher fallen viele verschiedene Untersuchungen an, die zeitnah durchgeführt und deren Ergebnisse umgehend zur Verfügung stehen müssen“, beschreibt der Stellvertretende Verwaltungsleiter Stefan Schumann eine besondere Herausforderung des Hüttenhospitals.

Individuelle Arbeitsabläufe abbilden
Um den Versorgungsauftrag möglichst optimal erfüllen zu können, sollte schrittweise eine digitale Patientenakte aufgebaut werden. Dazu bedurfte es eines entsprechenden Krankenhausinformationssystems (KIS). Mit der KIS-Einführung (Anfang 2003) sollten alle papiergestützten Abläufe in ein EDV-System überführt werden.

Besondere Herausforderungen für die Pflege
Die Aufgaben der 132 Pflegekräfte im Hause haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Ursachen liegen hauptsächlich im enormen medizinischen Fortschritt und dem erhöhten Pflegeaufwand, den die Patienten erfordern. Es bedarf einer zeitnahen Diagnostik und Therapie sowie einer kompetenten und kompletten Versorgung. Ein optimales Behandlungs-, Therapie- und Versorgungskonzept kann nur erbracht werden, wenn die Kommunikation mit allen Berufsgruppen, die an der Versorgung der Patienten beteiligt sind, gewährleistet ist.

Um die notwendige krankenhausweit einheitliche, durchgehende und vollständige rechtssichere Pflegedokumentation gewährleisten zu können bedarf es auch in der Pflege der EDV-Unterstützung. „Diese Anforderungen deckt unser Krankenhausinformationssystem ab“, ergänzt Michael Barlach, Stationsleiter auf der Intensivstation. „Besonders in der Pflegeplanung und -dokumentation ist das System eine große Unterstützung.“

Pflegeplanung und -dokumentation digital
Nachdem der Patienten im System aufgenommen worden ist, erfolgt die Pflegeanamnese mit Definition des Pflegeproblems und der Pflegeziele. „Daraus entwickeln wir dann in die digitale Pflegeplanung. Dazu greifen wir auf individuell erarbeitete Pflegeprofile zurück, in denen zu bestimmten Krankheitsbildern feste Maßnahmen hinterlegt sind“, erläutert Raith. „Diese werden der Pflegekraft vom System automatisch vorgeschlagen. Sie prüft diese dann am Einzelfall und bestätigt sie nur noch. So entsteht in kurzer Zeit und mit wenigen Mausklicks die komplette Pflegeplanung.“ Das System generiert automatisch Tagespläne, dessen Maßnahmen mit Unterstützung von mobilen Arbeitsplätzen abgearbeitet werden. „Auf den Stationen stehen insgesamt neun mobile Arbeitsplätze, von uns mitentwickelte spezielle Pflegewagen mit Laptop, zum Einsatz am Patientenbett zur Verfügung. Die erhobenen Daten gelangen per Wireless-LAN-Verbindung direkt in die zentrale Datenbank des KIS. In den Dienstzimmern stehen weitere PC’s, die direkten Zugriff auf die Daten ermöglichen“, so Marlena Kottysch, die als Administratorin für das Krankenhausinformationssystem verantwortlich ist.

Seit Dezember 2006 ist auch das neue Modul PIP.WD zur Wunddokumentation eingeführt, um die Pflege komplett digital abbilden zu können. „Es unterstützt uns u.a. wesentlich in der externen Dekubitus-Qualitätssicherung, die sei 1. Januar 2007 für alle Krankenhäuser vorgeschrieben ist“, erläutert Pflegedienstleiter Raith.

Arbeitserleichterung und Effizienzsteigerung
Die Mitarbeiter der Pflege sind durchweg voll des Lobes über die EDV-Unterstützung. „Es ist uns gelungen, die bisherigen Pflegeprozesse in der Software abzubilden und so den Gewöhnungsprozess nach einer detaillierten Einarbeitung gering zu halten“, so Stationsleiter Barlach. „Die Pflegeplanung ist sehr viel detaillierter, einfacher und schneller geworden. Digital gewährt sie binnen kurzer Zeit einen vollständigen Überblick über den Therapieverlauf und ermöglicht so kurzfristige Korrekturen und Eingriffe. Durch die Unterstützung der Pflegestandards erleichtert sie eine qualitätsgesicherte und fachübergreifende Pflege der Patienten.“

„Dank unseres Krankenhausinformationssystems ist in der digitalen Akte heute die gesamte Krankengeschichte eines Patienten im Hüttenhospital lückenlos erfasst. Alle Informationen können mit einem Mausklick abgerufen werden. Das vereinfacht bei Wiederkehrern die Behandlung deutlich und trägt in hohem Maße zur Pflegequalität bei, da allgemeine Probleme des Patienten, Gegenanzeigen, Risiken etc. bereits bei den Vorbereitungen einbezogen werden können“, erläutert Pflegedienstleiter Raith.

Seit Einführung des KIS mit seinen Pflegemodulen sind alle an der Patientenbetreuung beteiligten Mitarbeiter durch den umfassenden Zugriff auf alle Informationen deutlich besser informiert. Das kommt ihnen, ihrer Arbeit und nicht zuletzt den Patienten zugute. Anhand der Pflegemodulen läßt sich erstmals auch die Qualität der Pflege effektiv und ohne viel Aufwand prüfen. Das ermöglicht den Pflegekräften, schnell und angemessen auf Veränderungen zu reagieren.

Aktuelle News

15.07.2008

150 Jahre Hüttenhospital (1858 bis 2008)

» Hier erfahren Sie mehr

Zum News-Archiv

Veranstaltungen

Babyschwimmen

weitere Veranstaltungen folgen